Heute starte ich auf sea you soon mit einer neue Artikel-Serie über inspirierende Frauen die Surfen und eine große Liebe zum Meer hegen. Ich will diesen großartigen Mädels auf diesem Surfblog eine Plattform bieten um von ihrer ganz persönlichen Geschichte zu erzählen.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Sabine Schmitt.

Ich bin 37, freie Journalistin, ehemalige Wakeboardweltmeisterin und alleinerziehende Mama.

Ich liebe Reisen, Wellen, das Meer – und ich fahre meinen Sohn Kalani (5) mit dem Longboard zum Kindergarten. Die anderen Mamas gucken dann beschämt weg, die Kinder winken uns zu.

Wir wohnen in einem Kaff namens Monheim. Das liegt zwischen Köln und Düsseldorf. Den Ort kennt fast keiner, aber immerhin liegt er am Wasser: Bei uns fließt der Rhein.

Gerade waren wir aber für sechs Wochen in Australien, natürlich auch zum Surfen.

 

Wie bist du zum Surfen gekommen?

Das war 1999. Ich war nach dem Abi auch für ein paar Monate in Australien. Eigentlich habe ich im Inland gelebt. Meine Freunde hatten eine Wakeboardschule auf dem Hawkesbury River und ich hatte da ein bisschen ausgeholfen. Dann war ich ein paar Tage in Manly (Sydney) bei anderen Freunden. Die hatten mir abends gezeigt, in welchem Surfshop ich ein Board leihen soll.

Am nächsten Tag waren meine Freunde arbeiten und die Wellen dann riesig. Also hat Lisa im Shop angerufen, mich beschrieben und gesagt, dass die mir kein Board leihen sollen. Ich kam also in den Laden rein und der Typ sagt zu mir: „Sorry, no rentals today.“

Da hab ich ein Brett gekauft – der hat Typ gelacht, mir Wax und eine Leash geschenkt und gesagt: „Du gehst ans andere Ende des Strandes, okay?!“ Seitdem habe ich ein Surfboard.

 

Was macht Surfen für dich so besonders?

Frauen die Surfen - Interview Sabine Schmitt

Es ist immer anders. Kein Tag ist wie der andere, keine Welle wie die andere, kein Strand wie der andere. Ich bin lange nicht mehr so fit, wie ich es mit Mitte 20 war. Dafür arbeite ich zu viel. Aber ich genieße es einfach, da draußen auf dem Meer zu sitzen: das Auf und Ab, die Ruhe, die Wellen, die kommen und dich mitnehmen – und dich durchspülen.

 

Wie hältst du dich speziell fit fürs Surfen?

Das schaffe ich im Alltag leider nicht. Aber ich ernähre mich gut und versuche, regelmäßig laufen zu gehen. Der Rest kommt dann am Strand – inklusive Muskelkater.

 

Was ist dein schönstes Surferlebnis?

Ich war 2014 mit meinem damaligen Freund und einem Kumpel auf Kauaʻi (Hawaii). In Hanalei gibt es diese unglaublich schöne Bucht. Es ist tropisch warm, das Wasser ist türkis, die Berge am Ende der Bucht sind üppig bewachsen. Die Landschaft ist so perfekt, dass sie fast surreal wirkt. Die Wellen starteten am Pier. Sie waren gar nicht groß. Eigentlich waren sie miniklein. Aber sie liefen perfekt – und wir waren mittendrin.

Das war auch das erste Mal, dass ich nach der Geburt meines Sohnes wieder surfen war. Sicher war der Moment auch deshalb besonders – weil ich auch gemerkt habe, dass ich das vermisst hatte. Da habe ich den Augenblick gleich doppelt und dreifach genossen.

 

Was ist dein schlimmstes Surferlebnis?

Schlimmstes Surferlebnis. Puh, da mir fällt gerade keins ein. Kann nicht so schlimm gewesen sein?

 

Welche Tipps würdest du einer Frau geben, die Surfen lernen will?

Board organisieren, an den Strand gehen, Board waxen und dann jemand Nettes fragen, wie das funktioniert. Wer surfen lernen will, schafft das auch. Egal wo und egal wie.

 

Surfurlaub mit Kind geht das?

Frauen die Surfen - Interview Sabine Schmitt - Surfurlaub mit Kind

Das ist eine gute Frage. Kalani ist jetzt fünf und kann noch nicht richtig schwimmen. Er hat einen natürlichen Respekt vorm Wasser, und ich dränge ihn da auch nicht. Ich denke, das ist eine gute Eigenschaft.

Aber es bedeutet auch: zusammen ins Wasser gehen, geht gerade noch nicht. Wir verreisen oft auch zu zweit, einfach, weil ich gerne und oft verreise, auch wenn andere gerade nicht können. Aber zu zweit ist es mit Surfen dann eben auch extra schwierig.

Im Sommer zum Beispiel waren wir nach den Ferien noch mal in Lafitenia (Frankreich) zum Zelten. Am Ende des Urlaubs kannten wir dann so viele tolle Menschen, dass es Kalani gar nicht interessiert hat, wenn ich mit den anderen Mamas surfen gegangen bin.

In Australien haben wir bei einer Freundin gewohnt. Sie passte auf Lani auf, während ich mit ihrem Sohn surfen war. Das ist natürlich Luxus.

 

Wie stillst du deine Meersehnsucht?

Wirklich stillen kann ich die nicht. Vermutlich klicke ich deshalb ständig auf irgendwelchen Reiseportalen rum und suche nach Flügen. Ich buche nicht immer was. Aber es ist einfach schön, mit dem Gedanken zu spielen, hier oder da hin zu fliegen, zu gucken, wie das Wetter ist und wie die Wellen sind.

Und manchmal klappt es ja dann auch mit dem Buchen. Wie mit Australien … wir waren sechs Wochen dort. Wenn ich da auf der Veranda saß und aufs Meer guckte, war ich unglaublich demütig, wie gut ich es habe!

Ich glaube, Lani empfindet das ähnlich.

Am Strand guckte der einmal aufs Wasser und sagte: „Mama, ich liebe es, hier zu liegen und den Wellen bei ihren Kunststücken zuzuschauen.“ Das klingt vielleicht ein bisschen kitschig, aber wenn es ein Fünfjähriger sagt, ist es wunderbar.

 

Willst du mehr von Sabine erfahren? Dann schau auf ihrer Website und ihrem Instagram Account vorbei.

Weitere Geschichten von Frauen die Surfen, findest du hier:

Emilia Holstein – Surferin, Energiebündel und Surf Camp Host!

Alles wird schöner, wenn du es teilst!Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.