Eincremen? Ups,vergessen… Das Thema Sonnenschutz wird von vielen Surfern leider nicht so ernst genommen. Dabei ist es so wichtig und gleichzeitig so einfach, deine Haut vor der starken Sonnenbelastung zu schützen.

Beim Surfen kannst du deine Haut auf unterschiedliche Arten vor einem fiesen Sonnenbrand schützen:

  • Neoprenanzüge
  • Lycras
  • Wasserfeste Sonnencreme / Zinkcreme

In diesem Artikel gebe ich dir heute ein paar Tipps zum Thema Sonnencreme für Surfer und wie du beim Kauf deiner Sonnencreme auch noch das Meer schützen kannst!

 

Der kleine feine Unterschied bei der Sonnencreme

Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme. Es gibt zwei Arten von UV-Schutz, einmal den chemischen und den mineralischen bzw. physikalischen. Um dir die ganze Sache besser zu verdeutlichen, habe ich eine kleine Grafik für dich erstellt.

sonnencreme-fuer-surfer-grafik

Chemischer UV-Schutz

Ich möchte dir in diesem Artikel klar und deutlich von einem chemischer Sonnencreme abraten! Warum? Aus Liebe zu deiner Gesundheit und der Natur. Viele chemische Inhaltsstoffe können einen schädlichen Einfluß auf deinen Körper wie auch auf die Natur haben! Es ist absolut an der Zeit umzudenken und mehr auf dich und unsere Umwelt zu achten!

Mineralische bzw. physikalischer UV-Schutz

Der physikalische UV-Schutz wird häufig auch als mineralischer Sonnenschutz bezeichnet und besteht meist aus Titanoxid und Zinkoxid.

Mineralische Sonnencreme bildet einen schützenden Film auf deiner Haut und lässt die Sonnenstrahlen gar nicht erst durch, sie werden reflektiert und gelangen so nicht in deine tieferen Hautschichten.

 

Warum du eine mineralische Sonnencreme verwenden solltest

Bis zu 14.000 Tonnen Sonnencreme landen jedes Jahr in unseren Weltmeeren, das ist für mich eine schier unfassbare Menge die ich kaum fassen kann. Lass uns gemeinsame dafür Sorgen, dass sich das ändert und entscheide dich für einen umweltfreundlichen Sonnenschutz!

 

Mineralischer Sonnencreme schützt dich besser – sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen

An erster Stelle sollte dich deine Sonnencreme vor allen gefährlichen UV-Strahlen schützen. Der LSF-Wert deinen Sonnencreme gibt dir nur den Prozentsatz des blockierten UVB an, dabei ist der Schutz vor UVA ebenso wichtig.

UVA-Strahlen dringen noch tiefer in deine Haut ein und können diese schädigen sowie Falten und Sonnenflecken verursachen, jedoch ohne Anzeichen in Form von sichtbarem Sonnenbrand. Du bekommst den Schaden als gar nicht mit.

Das Gute an mineralischer Sonnencreme ist, dass sie normalerweise Zinkoxid enthalten. Zinkoxid ist einer der wirksamsten Blocker sowohl von UVB- als auch von UVA-Strahlen. Das bedeutet, dass sie den besten Schutz bieten.

 

Mineralische Sonnencreme ist für deine Haut unbedenklich

Mineralische und chemische Sonnencreme wirken grundsätzlich unterschiedlich. Chemische Sonnenschutzmittel (die auf chemischen UV-Filtern wie Oxybenzon oder Avobenzon beruhen) dringen in deine Haut und deinen ganzen Organismus ein .

Das ganze gravierende Auswirkungen auf deinen Körper haben, wie Allergien, Hautreizungen und hormonelle Störungen bis hin zu einem erhöhten Krebsrisiko.

Mineralische Sonnencreme (die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten) liegen dagegen wie ein Schutzfilm auf deiner Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie ein Spiegel.

Neben dem UV-Filter sind in chemischen Sonnencremes es oft auch die zusätzliche Inhaltsstoffe wie Parfüm, Parabene und Phtalate. All diese Zusätze sind eine Belastung für deinen Körper, besonders wenn du deine empfindliche Haut hast!

 

Mineralische Sonnencreme ist besser für das Meer und die Korallenriffe

Wusstest Du, dass 10% der Korallenriffe unserer Erde durch Korallenbleiche bedroht sind? Und der Grund dafür ist ein Bestandteil unsere Sonnencreme und zwar der chemischen UV-Filter Oxybenzon.

Diverse Untersuchungen in den letzten Jahren haben bestätigt, dass diese chemischen UV-Filter Riffe und Meerestiere direkt gefährden und beispielsweise bei Fischen zu hormonellen Störungen führen.

Einige Länder und Regionen wie z.B Hawaii haben Sonnenschutzmittel die Oxybenzon enthalten vollständig verboten. Sie dürfen nicht vor Ort verkauft oder in das Land eingeführt werden.

Die beiden mineralischen UV-Filter Zinx Oxide und Titanium Dioxide gelten nach dem neuesten Stand der Forschung als sicherste Option für unsere Weltmeere.

 

Mineralische Sonnencreme schützt dich sofort

Ein weiterer toller Vorteil von mineralischer Sonnencreme ist, du kannst damit sofort in die Sonne!

Chemische Sonnencreme muss erst in deine Haut eindringen/einziehen bevor sie ihren Schutz entfalten kann.

Eine Mineralische Sonnencreme funktioniert anders, sie baut eine physische Schutzbarriere auf deiner Haut auf, in dem Moment in dem du sie aufträgst.

 

Welche Körperstellen sollten eingecremt werden?

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Es kommt ganz darauf an, welche Körperteile ungeschützt sind. Grundsätzlich solltest du alle Hautpartien ausreichend mit Sonnencreme versorgen, die nicht mit einem Neoprenanzug oder Lycra geschützt sind.

Gerne werden die Füße und Ohren vergessen und das kann äußerst schmerzhaft werden, da diese Körperstellen bzw. die Haut dort besonders empfindlich sind.

 

Welchen LSF sollte deine Sonnencreme für Surfer haben?

Immer wieder sehe ich Mädels, die sich fürs Surfen mit einer Sonnencreme mit einem viel zu geringen LSF eincremen! Gerade am Anfang deines Surfurlaubs solltest du deine Haut mindestens mit einem LSF von 30 schützen!

Hab keine Angst, dass du eventuell nicht braun werden könntest: Du wirst es dennoch, versprochen! Zwar etwas langsamer, aber deine Haut wird dadurch nicht geschädigt und die Bräune hält dafür länger.

 

Warum dein Gesicht eine besondere Sonnencreme benötigt!

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Tatsächlich schädigen UV-Strahlen – nicht Sonnenlicht – deine Haut und dies wird durch das Wasser noch verstärkt, da die UV-Strahlen direkt in dein Gesicht reflektiert werden. Deiner empfindlichen und beanspruchten Hautpartie im Gesicht solltest du daher viel Aufmerksamkeit schenken in Form einer Zincreme.

Diese mineralische Zinkpaste ist besonders zähflüssige und hält damit auch diverse Stunden und viele Waschgänge aus. Die Zinkcreme zieht also nicht ein, sondern muss wieder entfernt werden.

Du bekommst die Zink-Sunblocker sogar in vielen bunten Farben, so dass du deine Surfer-Kriegsbemalung ganz wundervoll farbenfroh gestalten kannst.

Dieses kleine Mädchen macht es dir in ihrem Video vor.

 

Welche Hersteller gibt es?

Wenn dir Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit am Herzen liegen, kann dir nur empfehlen dich vor deinem Surfurlaub mit dem Thema Sonnenschutz auseinander zusetzen. Leider gibt es in einigen Surfregionen noch keine Riff-freundliche Sonnencreme zu kaufen, daher solltest du diese schon in deinem Gepäck dabei haben, wenn du dich in deinen Surfurlaub aufmachst.

Es gibt so viele Hersteller auf dem Markt, die Sonnencreme für Surfer produzieren und da kann man schnell mal den Überblick verlieren. Ich habe dir mal eine Sammlung an Marken zusammengestellt.

Natürlich handelt es sich bei allen Herstellern ausschließlich um mineralische und reef-freundliche Sonnencreme für Surfer!

Hier kommt eine kleine Auswahl, wie du deine Haut vor der Sonne schützen kannst:

Mineralische Sonnencreme für Surfer:

Zinkcreme (Besonderer Schutz für Gesicht, Nase, Ohren):

Viele weitere Sonnencremes findest du auch in der Shop-Apotheke.

 

Willst du deine Sonnencreme für Surfer selbst herstellen?

Vielleicht hast du ja auch mal Lust, deine ganz eigene Sonnencreme herzustellen, damit du zu 100% sicher bist, was du auf deine Haut aufträgst, dann ist dieses Video perfekt für dich. Ein Surfer aus Bali zeigt dir in einer Schritt für Schritt Anleitung, wie du dir deine eigene Sonnencreme herstellen kannst  – absolut ökologisch und hautverträglich!

Lust auf weitere Beauty Tipps für Surferinnen? Dann schau dir auch diesen Artikel an!

 

Also denk daran, niemals deine Sonnencreme zu vergessen, denn ohne Sonnenbrand macht das Surfen lernen gleich viel mehr Spaß!

 

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5 Responses

  1. May

    Nutze die Suntribe Zinkcreme und bin recht zufrieden.
    Hast Du eine Empfehlung für die Lippen? Bekomme da gerne mal einen Sonnenbrand :-/

    Antworten
  2. aileen

    Die meisten der Cremes beeinhalten bedenktliche Inhaltsstoffe, Nanopartikel oder sind eben so gar nicht Reef Friendly! Vorallem Rifffreundlich sollte meiner Meinung nach eine “Surfer- creme” sein. Das geht für mich irgendwie mit dem Sport einher.

    Antworten
    • Sabine

      Liebe Aileen, danke für deine konstruktive Kritik! Ich stehe mittlerweile auch nicht mehr zu 100% zu dem Artikel bzw. zu den genannten Produkten und werde den Artikel in Kürze überarbeiten und auch die Produkte anpassen. Alles Liebe, Deine bine

      Antworten
  3. Daniel Löffler

    Nicht das ich mich da selbst gut auskenne aber Zinkcreme lässt sich sogar selbst herstellen. Warum ich dies weiß? Ein Freund war gegen einen bestimmten Wirkstoff der erworbenen Zinkcreme allergisch und hat sich im Anschluss diese selbst produziert.

    Das Pulver (Zinkoxid) kann in Apotheken erworben werden.

    Ansonsten ist dies in der Tat eine gute Empfehlung. Allerdings sollte bedacht werden, da die Stoffe immer mal im Fokus der Medien bzw. der Krebsforschung stehen. In diese Richtung am besten ebenfalls erkundigen!

    LG

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